Kuleschov Effect | Kule-Bib

Marie-Theres Genser

The Kule-bib is a distributed library system among Donau City, which makes use of the essence of the „Kuleshov effect“. Kuleshov was a Russian filmmaker who proclaimed the importance of context in film editing, in his opinion it was not important how a scene was filmed, but how it was edited. Adapting this idea of Kuleshov and applying it for a library in Donau City, the output was a segmented parasitic library, which takes advantage of given infrastructures.

Placing books into different given conditions and therefore combining the program of a library with various prestressed places of emotions, such as a supermarket, a doctor or a jeweler, deals with the method. Besides the autonomous library system organized by the citizens of DC in order to keep their cultural organization connected inside the various branches, one main library station which provides information and recreation space was designed. The outcome of a storyboard, which explained the project-process is one comprehensive line, again repeated the idea of filmmaking and working with strong images following one after the other.

 

Kuleschow-Effekt | Kule-Bib

Marie-Theres Genser

Die Kule-Bib ist ein über die Donaucity verteiltes Bücherei-System, dessen Konzept aus dem Kuleschow-Effekt entwickelt wurde. Kuleschow war ein russischer Filmemacher der erstmals die Bedeutung der Abfolge von Filmszenen erforschte. Seiner Meinung nach sei es sekundär, wie eine Filmszene gedreht würde, ausschlaggebend sei das Editieren, also der Filmschnitt und die Schnittfolge. Die Projektgeschichte wurde anhand eines Storyboards mit erfundenen Charakteren wie ein Film dargestellt.

Die Kule-Bib ist eine dezentralen Bücherei, die an bestehende Infrastruktur der Donaucity andockt. Es werden Bücher in Geschäften, Lokalen und Arztpraxen platziert. Diese realen Orte und Szenerien sind geprägt von den Emotionen der NutzerInnen. Den lokal vorhandenen Stimmungen werden bestimmte Büchergruppen zugeordnet. Diese Bücherei besteht also aus vielen kleinen Filialen, die von den Bewohnern der Donaucity kollektiv organisiert werden, dadurch entsteht ein Netzwerk, welches öffentliche und private Orte der Donaucity verbindet und von dem alle Beteiligten profitieren. Als organisatorischer Mittelpunkt dient eine Hauptanlaufstelle welche Informationen, Service und Rückzugsorte anbietet.